Nach vielen Verzögerungen war es am 9. Mai endlich so weit: Der umfassend restaurierte Bürgerbahnhof und der neu gestaltete Fußgängertunnel wurden feierlich eingeweiht. Damit erhält der zentrale Bereich rund um den Bahnhof nicht nur ein moderneres Erscheinungsbild, sondern auch zahlreiche funktionale Verbesserungen für Pendlerinnen und Pendler, Radfahrende sowie Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs.
Der Umbau zeigt deutlich, wie sich Mobilität in Städten und Gemeinden verändert. Der Bahnhof soll künftig nicht mehr nur ein Ort des Ankommens und Abfahrens sein, sondern ein moderner Mobilitätsknotenpunkt, an dem verschiedene Verkehrsformen sinnvoll miteinander verknüpft werden. Dazu gehören die neuen Fahrradboxen, die insbesondere für Berufspendlerinnen und -pendler attraktive und sichere Abstellmöglichkeiten schaffen. Ergänzt wird das Konzept durch die geplante Mobilstation, die unterschiedliche Mobilitätsangebote bündeln soll, sowie durch die neugestalteten Bushaltestellen, die den Umstieg auf den ÖPNV komfortabler machen.
Besonders wichtig war es uns GRÜNEN dabei, dass neben den verkehrlichen Verbesserungen auch ökologische Aspekte konsequent berücksichtigt wurden. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzeperioden und häufiger Extremwetterereignisse spielt die Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel eine immer größere Rolle. Deshalb wurden im Rahmen der Umgestaltung insgesamt 72 neue klimaresistente Purpur-Erlen sowie schmalkronige Amberbäume gepflanzt. Sie sollen in den kommenden Jahren nicht nur das Erscheinungsbild des Platzes prägen, sondern vor allem Schatten spenden, die Aufenthaltsqualität erhöhen und wartende Fahrgäste im Sommer besser vor Hitze schützen.
Die neue Begrünung ist damit weit mehr als reine Dekoration. Sie ist Teil eines langfristigen Konzepts für ein lebenswerteres und klimaangepasstes Stadtbild. Gerade an stark versiegelten Orten wie Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten können Bäume einen wichtigen Beitrag zur Kühlung leisten und das Mikroklima deutlich verbessern.

Ein Detail freut viele Bürgerinnen und Bürger dabei ganz besonders: Die große Kastanie auf dem Bahnhofsvorplatz hat die umfangreichen Umbauarbeiten überstanden. Lange war unklar, ob der markante Baum erhalten werden kann. Nun bleibt er weiterhin ein prägender Bestandteil des Platzes und ein Stück vertraute Identität im neu gestalteten Umfeld.