Wesseling soll fußgänger- und fahrradfreundlicher werden

Die Stadt am Rhein soll fußgänger- und fahrradfreundlicher werden und mehr Bäume bekommen. Dafür macht sich die Wesselinger Ratsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN stark. Entsprechende Anträge werden am 17. September 2020 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz eingebracht.

„Trotz Kommunalwahlkampf geht unsere politische Arbeit in den Ausschüssen der Stadt Wesseling weiter“, erklärt Spitzenkandidatin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Dr. Monika Mertens. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz, der am 17. September noch in seiner alten Besetzung tagt, werden die GRÜNEN gemeinsam mit der CDU Anträge stellen, um die Stadt noch fußgänger- und fahrradfreundlicher zu machen sowie um mehr Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen.

Mitglied in Arbeitsgemeinschaft

Ziel ist es, dass die Stadt Wesseling Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS-NRW)“ wird. Die Verwaltung soll beauftragt werden, die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der AGFSNRW zu eruieren und entsprechende vorbereitende Schritte einzuleiten.

Im vorhandenen Radverkehrskonzept der Stadt wird bereits darauf hingewiesen, dass Mitglieder der AGFS-NRW exklusive Fördermittel des Landes NRW zur Förderung des Fußund Radverkehrs erhalten können. Zudem unterstützt das Netzwerk den Wissens- und Erfahrungsaustausch und bietet Beratung und Hilfestellung an. Die GRÜNEN erachten dies als hilfreich, das Radverkehrskonzept wie auch das integrierte Verkehrsentwicklungskonzept umzusetzen.

Wichtige Grundlagen gelegt

Um Mitglied in der AGFS-NRW zu werden, muss die Stadtverwaltung zunächst ein geeignetes Gesamtkonzept vorlegen. „Mit dem integrierten Verkehrsentwicklungskonzept sowie unserem Radverkehrskonzept haben wir in der bisherigen Ausschussarbeit bereits wichtige Grundlagen gelegt. Nun gilt es, diese im Sinne einer weiteren Verbesserung der fuß- und fahrradbasierten Nahmobilität in Wesseling dauerhaft auszubauen“, so Dr. Monika Mertens. „Wir wollen, dass sich der Ausbau des Radwegenetzes an moderner Straßenplanung orientiert und damit die Sicherheit der Fahrradfahrenden gegeben ist. Wir setzen uns dafür ein, das vorhandene Fahrradwegenetz zu verbessern und auszubauen. Wir verlangen, dass an dafür geeigneten Stellen Radstraßen eingerichtet werden. Dafür werden
wir uns bei der Umsetzung und weiteren Konkretisierung des beschlossenen Radverkehrskonzeptes stark machen“, heißt es dazu im aktuellen Wahlprogramm der Wesselinger GRÜNEN.

Mehr Bäume für die Stadt

Zu einer ökologischen Stadtentwicklung gehört es auch, vorhandene Bäume in den Straßen zu erhalten und neue anzupflanzen, um so das Mikroklima der Stadt zu verbessern und zu mehr Biodiversität beizutragen. Bereits im September 2019 wurde die Verwaltung in Zusammenhang mit den erforderlichen Fällungen öffentlicher Bäume im Schutzstreifen der
Rotterdam-Rhein-Pipeline beauftragt, sich mit dem zuständigen Straßenbaulastträger über ökologisch hochwertige Ersatzpflanzungen zu verständigen. Die Verwaltung wurde zudem
gebeten, mit dem Besitzer der Pipeline über Anpflanzungen im Wesselinger Stadtgebiet als Ausgleich für diese Maßnahme zu verhandeln. Ebenfalls in dieser Sitzung beschloss der
Ausschuss das Konzept zur Ersatzpflanzung von Straßenbäumen.

Doch was ist daraus geworden? „Gemeinsam mit der CDU haben wir GRÜNE die Verwaltung gebeten, in der kommenden Ausschusssitzung über diese Gespräche sowie die weiteren Schritte zu berichten“, so die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

„Denn beim Klimaschutz auch auf lokaler Ebene müssen wir dringend handeln. Und zwar jetzt!“

Verwandte Artikel