Bürgermeister Esser ignoriert Nachhaltigkeitsziele der rot-grünen Landesregierung

Bündnis 90/Die Grünen hatte gehofft, dass der neue Bürgermeister seine Ankündigung nach der Wahl den konstruktiven Dialog mit der Ratsmehrheit zu suchen, wahrmachen würde.

Die ersten Äußerungen Essers deuten aber auf einen Konfrontationskurs gegen die Vereinbarungen der Wesselinger schwarz-Grünen Koalition und ignorieren auch die Vereinbarungen des rot-grünen Koalitionsvertrages für NRW ebenso wie die Nachhaltigkeitsziele der schwarz-roten Bundesregierung.Ziel der Landesregierung ist es den Flächenverbrauch in NRW zu reduzieren.

Im NRW-Koalitionsvertrag ist festgehalten:“Wir unterstützen das Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 bundesweit auf 30 Hektar pro Tag zu senken, d.h. für NRW den Flächenverbrauch mindestens auf fünf Hektar pro
Tag zu senken. Dazu erstellen wir für NRW ein entsprechendes Programm zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. Längerfristig verfolgen wir das Ziel des Netto-Null-Flächenverbrauchs.“Mit diesem Ziel ist Essers Absicht neue Gewerbeflächen am Wesselinger Stadtrand südlich der Urfelder Straße auszuweisen nicht vereinbar.Die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Susanne Giesen-Pätz erklärt hierzu:
„Offensichtlich ist der neue Bürgermeister auf dem ökologischen Auge blind. Da sich im Wahlprogramm der Wesselinger SPD nicht ein Hinweis auf Umweltschutz befindet, hatten wir Grüne das sich jetzt abzeichnende Verhalten befürchtet. In Wesseling gibt es noch genügend brachliegende innerstädtische Gewerbeflächen, die vorrangig zu nutzen sind. Wir fordern den Bürgermeister auf, einen ernstgemeinten Dialog mit dem Rat auf Basis der Nachhaltigkeitsziele der Bundes- und Landesregierung zum Flächenverbrauch zu führen.“

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