Spatenstich zum Bau der Wasserstoff – Elektrolyseanlage der Shell

Wasserstoff wird eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung spielen, insbesondere im Verkehrssektor. Sei es als Energieträger für Brennstoffzellen oder als Bestandteil des so genannten „Liquid Natural Gas“ (LNG). Bei der Herstellung von LNG wird CO2 mit Wasserstoff zu einem Gas verbunden, dass in herkömmlichen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden kann. Dadurch, dass das Kohlendioxid, welches bei der Verbrennung freigesetzt wird, vorher der Umwelt entnommen wurde, ist die CO2 – Bilanz des LNG neutral. Zumindest dann, wenn der Wasserstoff CO2 – neutral gewonnen wurde

Am 25. Juni wurde unter Begleitung unseres Ratsmitglieds Peter Nep der erste symbolische Spatenstich für den Bau einer Wasserstoff – Elektrolyseanlage  –  Projektname REFHYNE  –  auf dem Gelände der Shell Rheinland – Raffinerie gesetzt. Ab 2021 soll die Anlage ca. 1.300 Tonnen Wasserstoff pro Jahr herstellen. Zunächst wird der Wasserstoff nach eigenen Angaben der Shell Rheinland – Raffinerie noch unter Einsatz des üblichen Strommixes gewonnen.

Wie ein Sprecher der Shell sich dem WDR gegenüber äußerte, sei es aber denkbar, in absehbarer Zeit auf 100% erneuerbaren Strom umzusteigen. *

Wir Grünen halten das nicht nur für denkbar, sondern sehen dies als dringliches Ziel. Als Beitrag zu einer echten Energiewende sollte der benötigte Strom schnellstmöglich zu 100% aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Nur dann handelt es sich bei der Anlage um einen echten Beitrag zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels. Im Dialog mit der Shell werden wir das Projekt interessiert begleiten und auf das Ziel „Grüner Wasserstoff aus Grünem Strom“ hinwirken.

 

Spatenstich Wasserstoff Elektrolyseanlage

v.l.: Christoph Dammermann (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie), Frans Dumoulin (Direktor Shell Rheinland Raffinerie), Bart Biebuyck (EU Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking), Simon Bourne (ITM Power), Thomas Zengerly (Geschäftsführer Shell Deutschland Oil), Erwin Esser (Bürgermeister Wesseling)
Quelle: Shell Rheinland Raffinerie

 

*https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wasserstofffabrik-in-koeln-100.html

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