Elternbefragung zeigt: Die Zeit des “Weiter so” im Schulzentrum ist vorbei

Schon seit mehreren Jahren weisen die Grünen auf strukturelle Probleme im Wesselinger Schulzentrum hin. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die nicht in Wesseling auf einer weiterführenden Schule unterrichtet werden, ist konstant hoch.40% der Wesselinger Schülerinnen und Schüler müssen zum Teil große Entfernungen in Kauf nehmen, um eine, ihrer Meinung nach, gute Schule zu finden.

Auf Drängen von Bündnis 90/ Die Grünen wurde vor wenigen Wochen endlich die Elternbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse nun im Schulausschuss präsentiert wurden. Es zeigt sich eine klare Präferenz zu Gunsten der „Abiturschulen“, sprich Gymnasium und Gesamtschule.

Wie im Landestrend schon seit Jahren zu erkennen, wünschen sich ca. 20% der Eltern eine Gesamtschule und ca. 40% ein Gymnasium. Die Realschule fällt mit ca. 13% weiter in der Elterngunst zurück. Die Hauptschule ist mit 2% nahezu marginalisiert. Die Anmeldezahlen von Haupt und Realschule sind in den letzten Jahren rückläufig.

Dies zeigt, dass jetzt in Wesseling gehandelt werden muss, bevor Schulen mangels Schülerinnen und Schüler geschlossen werden müssen und Wesseling dann keinen Einfluss mehr nehmen kann. Nach Meinung des schulpolitischen Sprechers der Grünen in Wesseling, Jörg Astor, ist es jetzt an der Zeit in Wesseling eine Gesamtschule auf den Weg zu bringen. Dafür spricht auch der von mehr als 50 % der Eltern geäußerte Wunsch nach Ganztagsschulen. Dies ist an Gesamtschulen in aller Regel der Fall.

Eine Gesamtschule würde nach Auffassung von Jörg Astor auch das Gymnasium stärken, da in der Oberstufe Kooperationen mit einer Gesamtschule möglich wären: „Dies würde das Angebot in beiden Schulen verbessern. Gerade bei den sehr schwachen Anmeldezahlen bei unserem Gymnasium, brauchen wir jetzt neue Impulse, wenn wir nicht irgendwann ohne Oberstufe dastehen möchten. Dann wäre es in Wesseling auch nicht mehr möglich das Abitur zu erwerben.“

Für die Gesamtschule spricht auch das längere gemeinsame Lernen der Schüler. Dies gibt Kindern eine Chance, die sich in einigen Bereichen später entwickeln und für die ein Gymnasium nicht von Anfang an in Betracht kommt.

Sieht man in unsere Nachbarkommunen, allen voran Bornheim, so erkennt man auch hier einen hohen Zuspruch zu den Gesamtschulen. Die Europaschule in Bornheim hat sieben Eingangsklassen und muss jedes Jahr viele Wesselinger Schülerinnen und Schüler ablehnen, da die Aufnahmekapazität erschöpft ist. Ähnlich sieht es auch bei den Gesamtschulen in Brühl in Rodenkirchen aus.

Wenn all diese Schüler in Wesseling an einer Gesamtschule einen Platz finden könnten, dann würde auch die Quote der Schüler, die in Wesseling die weiterführenden Schulen besuchen, steigen. Dadurch würde das jetzige Schulzentrum gestärkt und das Gymnasium profitiert.

Jörg Astor: „Es ist für das Schulzentrum in Wesseling nun Zeit zu handeln. Die Abwartetaktik der letzten Jahre ist gescheitert. Von allein wird sich die Situation des Schulzentrums nicht bessern. Wir müssen uns jetzt in Richtung des Elternwillens bewegen, damit in Wesseling wieder ein starkes Schulzentrum entsteht und der Pendelverkehr in die umgebenden Kommunen endlich aufhört.“

 

Daher setzen sich Die Grünen in Wesseling für ein starkes Gymnasium und eine Gesamtschule in unserem Schulzentrum ein.

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